Lina - Kroatien, Cres

Der Dampfer "Lina":

Im Jahre 1879, dies war zu der Zeit, als die große Aera der Segelschiffe zu Ende ging, lief die Lina in Newcastle on Tyne vom Stapel. Als Dampfer hatte sie einen Stahlrumpf der etwa 90 m lang war und in seiner Form noch an ein schlankes Segelschiff erinnerte. Das Deck war mit Holz beplankt, Laderäume  befanden sich vor und hinter den Aufbauten in der Mitte. Über dem Dampfkessel hinter der Komandobrücke ragte ein hoher Schornstein in den Himmel. Weitere technische Daten sind mir leider nicht bekannt.

Die Lina hat unter verschiedenen Namen und Eigenern die Meere befahren. 1901 wurde sie von Vincenzo Granata aus Bari gekauft. Sie beförderte meist Wein und Öl aus Italien nach Nordeuropa und kehrte mit Kohle zurück.

Der Untergang der Lina:

In der Nacht vom 17. auf den 18. Januar 1914 fuhr die Lina mit Holz beladen von Rijeka aus an der Insel Cres vorbei. Ihr Ziel sollte Sizilien sein. Doch im dichten Nebel verlor die Besatzung die Orientierung und fuhr auf ein Riff nahe dem Kap Pecen auf Cres. Ob bei der Haverie Menschen zu Schaden gekommen sind, ist nicht bekannt. Da die Lina aber sehr dicht am Ufer gesunken ist, liegt die Vermutung nahe, das sich die Besatzung auch ohne fremde Hilfe hat retten können.

Das Wrack:

Die Lina liegt aufrecht mit dem Bug in Richtung Küste. Die Tiefe beträgt am Bug 27 m und am Heck 52 m. Die Komandobrücke befindet sich mittschiffs in einer Tiefe von etwa 40 m. Ab dieser Tiefe wird die Sicht meist deutlich schlechter. Da die hölzerne Deckbeplankung ebenso wie die Ladung fehlt, kann auch gut ins Wrack hineingetaucht werden.

 

Der Tauchgang:

Bug der Lina

Von SV-Marina aus erreichst Du die Lina mit dem Boot  in etwa einer Stunde.  Das Wrack ist durch eine Boje gekennzeichnet. Folgst Du dem Seil in die Tiefe taucht vor Dir der Bug der Lina aus dem Blau auf. Weiter geht der Tauchgang über das Deck, oder besser gesagt, über das was von ihm übrig ist. Von der einstigen Holzbeplankung findest Du nur noch kleine Reste, das Meiste hat der Zahn der Zeit zerkaut. Nun da das Holz fehlt, die Ladung hat es ebenso aufgelöst, kannst Du Dich in die Laderäume sinken lassen und sehr gut die Struktur, die Spanten aus Stahl und die Nietkonstruktion erkennen. An dem Masten der Ladebäume erzeugen die Reste von Fischernetzen den Eindruck von zerfetzten Segeln. Tauchst Du nun weiter, achte auf die Tiefe, erreichst Du in ca 40 m Tiefe die Brücke und die Reste des Schornsteins. Hier habe ich gedreht, denn die Sicht wurde ab hier deutlich schlechter. Zurück gehts wieder in Richtung Bug. Nun hast Du die Wahl, entweder an der Bojenleine aufsteigen oder, was ich empfehle, auf die Küste zu am Ufer auszutauchen. Im 3 m Bereich findest Du eine Höhle. Wenn Du hinein tauchst, wirst Du im hinteren linken Teil einen Lichteinfall bemerken. Dort kannst Du auftauchen und in den Himmel schaun.

 

Fazit: Eines der schönsten Wracks, wegen der Tiefe nicht gerade für Anfänger geeignet.

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